Spielbericht I. Männer gegen HSV Dresden II.: Krimi gewonnen, Spieler verloren
Vergangenen Samstag stand es an das Rückspiel gegen den HSV Dresden 2, die Mannschaft, die (mit reichlicher Mithilfe der Ersten) dem TSV seine erste Niederlage in der Verbandsliga nach dem zukaufsfreiem Aufstieg beschwert hatte. Demzufolge war die Motivation der Zille-Jungs reichlich hoch, wollte man doch zeigen, dass man den Verbandsliga-Spielern aus Prohlis gewachsen ist.
Das Fehlen von Mario Scholz (Ski heil) stand schon fest, Kütte fehlte weiterhin verletzt, ebenso wie Stefan Gneuß mit Trainingsrückstand. Kurzfristig sagte Michi Tietze kurz vorm Elferzug aufgrund Krankheit ab, sodass Lenni Ströbel aus der Zweiten die Chance bekam, sich zu beweisen. Beim HSV stand tatsächlich die Reserve auf dem Platz, dennoch wurde man wieder zwei Mal vom Namen Punte begrüßt, da schreckt man nach der 15-Tore Show des Anton P. aus dem Hinspiel schon erst mal auf. Aber da es von dieser handballverrückten Familie ganz paar Talente gibt, war der Schock etwas geringer, es waren „neue“ Puntens. Aber genug Vorgeplänkel ab zum Spiel.
Die Marschroute war klar – aus einer stabilen Abwehr ins Tempo kommen, besseres Umkehrspiel als gegen Pulle zeigen und den Gastgebern bei Zeiten den Zahn ziehen. Das gelang nur bedingt, immer wieder taten sich Lücken in der Deckung auf, vorne war es teilweise unkonzentriert vorm Tor, alles in allem noch nicht das gelbe vom Ei. Das änderte sich beim Stand von 12:10 für den HSV nach der Auszeit von Taktik-Fuchs Ruhland. Hinten stand man jetzt besser, der für Max Höhne ins Tor gekommene Robert Egberts hielt einige schöne Dinger – und vorne traf man endlich das Tor. Und zack, mit 4 Toren Vorsprung ging es in die historischen Kabinen der alt-ehrwürdigen Gamigstraße.
Die Marschroute war klar, Tempo beibehalten, Gegner hinten nerven und bei Zeiten hier klare Verhältnisse schaffen. Bis zu einer 6 Tore Führung sah es auch nach einem klaren Sieg aus. Doch dann der Schock. Bei einem fairen Stoppfoul des Dresdners Thomschke knickte Sven Haberstock mit dem Knie weg und hielt sich schmerzverzerrt das Gesicht – sofort war allen klar, das geht nicht weiter für Sven. An dieser Stelle danke für das faire Verhalten des Gegenspielers, der Habe mit vom Platz trug und sich mehrfach auch nach der knappen Niederlage entschuldigte – so geht Fair Play! Wir hoffen, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen und Sven bald wieder bei uns ist. Wir drücken alle Daumen, dass es bald weiter geht bei dir.
Nach der Verletzung war ein wenig der Wurm im Radeburger Spiel klar, viele Gedanken kreisten um den verletzten Mitspieler. So kamen die Dresdner Tor um Tor ran, bis sich beim Stand von 29:29 der Krimi komplett zugespitzt hatte. Im letzten Radeburger Angriff behielt Basti Eckart die Nerven und verwandelte zur Radeburger Führung vom Strich – sein 14. Tor. Im Gegenzug kamen allerdings die Dresdner auch noch mal an die Freiwurflinie und hatten die Chance auf den Ausgleich und einen Punktgewinn. Doch nach Ablauf der Spielzeit versagte dem besten Dresdner, Cedrick Punkte die Nerven und er warf den Ball am Tor vorbei.
Frust und Tränen beim HSV, verhaltener Jubel beim TSV – denn alle waren in Gedanken nur bei einem – unserem Sven.
Weiter geht es am Samstag, 18 Uhr, gegen den ESV Dresden in der Tiedemann-Hölle. Auch hier wird es wieder ein enges Ding, da unsere Farben schon jetzt einige Ausfälle verkraften müssen. Daher brauchen wir vorm Fasching noch mal alle Unterstützung von den Tribünen!
Für Rabu siegten:
Höhne und Egberts im Tor,
Gründler, Kusnierz, Schur (1), B.M.Kitsch (3), Kotte (4), R.Tietze, C.Schütt (3), Wagner (2), Ströbel (1), Georgi, Haberstock (2), Eckart (14/2)