Spielbericht 1. Männer

Aufsteiger bleibt Favoriten auf den Fersen

Hätte man zu Beginn der Saison auf das Tableau geschaut, so wäre das Heimspiel gegen den ESV, ein Kellerkind der letzten Jahre, wohl ein Sieg gewesen, welches die Radeburger für den Klassenerhalt gebraucht hätte. Zumal im Wintertransferfenster der beste Werfer des ESV dem Ruf des großen Geldes ins internationale Geschäft gefolgt war, Insider wissen, was gemeint ist. Nun kam zu diesem Spiel einiges zusammen, was aber zeigt, wie diese Truppe in sich gewachsen ist. Es fehlten zum Heimspiel Haberstock, Scholz, Gneuß, Kusnierz und Wagner – und 50% der anwesenden waren mehr oder minder angeschlagen. Umso erstaunlicher ist dann der Spielverlauf.

Zu Beginn merkte man dem Gast an das ihre Waffe der letzten Jahre auf Rechtsaußen fehlte. Das Spiel war nicht so dynamisch auf Lück wie im Hinspiel, das Abräumen auf die Außen fehlte schon sichtlich. Zwar fanden einige Würfe aus dem Rückraum den Weg ins Radeburger Tor, jedoch bestimmte die Ruhalnd-7 das Spiel von vorne Weg. Irgendwie hatte man das Gefühl, der TSV müsste hochführen. Aber genau sowas ist die Gefahr, bei einem Gegner, der nie aufgibt und um jeden Millimeter Boden im Abstiegskampf ackert. Die lassen sich nicht abschütteln. Vor war es teils recht ansehnlich, was der kleinste Rückraum der Welt in Abwesenheit der Kanoniere Haberstock/Scholz spielte. Allerdings – und das ist bei am Ende über 30 Toren schon verwunderlich – die Chancenauswertung war über das ganze Spiel mal wieder ein Thema. Das man nur mit einem zur Pause folge, das war gefährlich.

Was Taktik-Buddha Jost Ruhland dann aber in der Kabine beschloss, sollte das Spiel letztendlich auf Seiten des TSV kippen. Die Umstellung auf die 5:1 Deckung mit Basti Eckart ganz vorn, brachte den ESV komplett aus dem Konzept. Zudem ersetzte Kütte Küttner den angeschlagenen Robert Egberts im Tor. Schön, dass du nach deiner Sportbefreiung wieder da bist. Und so war das Spiel relativ schnell erzählt. Was Basti vorn nicht wegfing, das konnte Kütte hinten entschärfen – nur 8 Gegentore im Halbzeit 2 sind zwar noch ein wenig entfernt von Rabu´s Nummer 1 – Daniel Magic Jahn aus der Zweiten – aber immer noch eine Top Leistung. Sorry für diesen kleinen Schmunzler am Rande. Durch eine starke Defensive in Halbzeit 2 sichert man sich gegen das Kellerkind vom Ambros-Ufer weitere 2 Punkte im Kampf um – ja um was eigentlich. Noch gibt es nach dem Erreichen der 20 Punkte Marke kein neues Saisonziel – zumindest nicht für den externen Leser. Man bleibt den Aufstiegsfavoriten Radebeul und den Sportstädtern aus Riesa erstmal auf den Fersen. Jetzt geht es nach Pirna auf den Sonnenstein, Platz 4 gegen Platz 3. Auf dem Papier ein Spitzensiel. Jedoch, man wird sehen, wie viele Radeburger dann am Ende fit auf der Platte stehen. Anwurf ist 17 Uhr, wir freuen uns über zahlreiche Unterstützung

Für Rabu siegten:

Kütte, Höhne und Egberts im Tor,

Gründler, M.Tietze (1), Schur (2), B.M. Kitsch (1), Kotte (2), R.Tietze (1), Klein, C.Schütt (3), J.Schütt, Georgi (5), Eckart (17/3)